25 Tipps um Nebenkosten zu senken

Der Winter 2022 in Deutschland wird eine Herausforderung, vor allem für unseren Geldbeutel. Die Heizkosten für fossile Energieträger sind in den letzten Monaten rasant gestiegen. Die Erdgaspreise haben sich im Vergleich zum Vorjahr bei laufenden Verträgen verdreifacht. Anfang 2021 lagen die Gaspreise bei rund 6 Cent pro Kilowattstunde. Derzeit werden neue Gasverträge zu rund 25 Cent pro Kilowattstunde angeboten - fünfmal teurer als Anfang 2021. Auch die Öl-, Kohle- und Strompreise sind stark gestiegen und werden wahrscheinlich weiter ansteigen. Leider kommt all dies zu einer Zeit hinzu, in der weltweit eine hohe Inflation herrscht. 


Es ist leider nicht damit zu rechnen, dass die Preise in nächster Zeit sinken werden - was können wir also alle tun, um Geld bei unseren Nebenkosten zu sparen? Ein Wechsel des Versorgers bringt leider keine großen Einsparungen, denn neue Verträge können noch teurer sein als die laufenden Verträge. Die einzige Möglichkeit, hohe Kosten in diesem Winter realistischerweise zu vermeiden, besteht leider darin, den Verbrauch zu senken. Durch kleine Veränderungen in unserem täglichen Leben können wir Energiekosten sparen. Diese Maßnahmen helfen zwar auch, die Umwelt zu schonen, was ein schöner Nebeneffekt ist, aber in erster Linie geht es darum, Geld zu sparen und gleichzeitig im Winter in den eigenen vier Wänden komfortabel zu bleiben.


Hier sind einige interessante Ideen, die man in den Alltag integrieren kann:

Strom 
  1. Der klassische Ansatz zur Senkung der Energiekosten ist die Umstellung aller Glühbirnen und Halogenlampen auf LED. Ich weiß, dass die meisten Leute wahrscheinlich schon auf LED umgestellt haben, aber überprüfe einfach mal kurz alle Lampen, vielleicht gibt es ein paar Glühbirnen, die noch viel Strom verbrauchen. LEDs verbrauchen im Vergleich zu Glühbirnen etwa 90 % weniger Strom und im Vergleich zu Halogenlampen 70 %.
  2. Schalte elektronische Geräte vollständig aus, wenn sie nicht benutzt werden - lass sie nicht im Standby-Modus. Auch im Standby-Modus wird Strom verbraucht. 
  3. Laptops und andere elektronische Geräte laden den Akku kontinuierlich auf, wenn sie ausgeschaltet sind, um die Ladung zu kompensieren, die der Akku mit der Zeit verliert. Lade elektronische Geräte nur auf, wenn sie gebraucht werden, und lass sie vom Stromnetz getrennt, wenn sie nicht in Gebrauch sind.
  4. Beim Abtauen von Lebensmitteln aus dem Gefrierschrank sollten diese vorher abgetaut und im Kühlschrank belassen werden, damit der Kühlschrank weniger Strom für die Kühlung verbraucht.
  5. Damit der Motor des Kühlschranks weniger arbeiten muss, um den Inhalt zu kühlen, sollte ein ausreichender Abstand zwischen der Rückwand des Kühlschranks und der Wand vorhanden und die Kühlschlangen staubfrei sein.
  6. Den Gefrierschrank regelmäßig abtauen - eine 1 cm dicke Eisschicht kann den Stromverbrauch des Gefrierschranks verdoppeln.
  7. Die Waschmaschine sollte auf Öko-Programm umgestellt werden, und der Vorwaschgang sollte vermieden werden. Verwende das Ökoprogramm deines Geschirrspülers.
  8. Wäsche auf der Wäscheleine und nicht im Wäschetrockner trocknen.
  9. Bei der Verwendung des Backofens sollte man die Umluftfunktion nutzen, um die Wärme besser zu verteilen und zu nutzen.
  10. Beim Kochen auf dem Herd sollte der Topf oder die Bratpfanne mit einem Deckel abgedeckt werden, damit die Hitze nicht entweicht.

 Halte die Räume im Winter mit Teppichen warm

Heizung

Die Zahlen auf den Heizkörpern beziehen sich auf die Raumtemperatur. Damit kann man die gewünschte Raumtemperatur genauer bestimmen: 

0

*

1

2

3

4

5

Aus

7°C

10°C

15°C

20°C

25°C

30°C


 

  1. Indem man die Raumtemperatur um ein Grad senkt, kann man etwa 6 % Heizenergie sparen.
  2. Ungenutzte Räume sollten nicht über 16 Grad beheizt werden, und die Türen zu diesen Räumen sollten geschlossen werden. Unter 16 Grad können Probleme mit Schimmel und Belastungen für das Gebäude und die Rohre auftreten.
  3. Die Raumtemperatur in der Nacht auf 18 Grad absenken.
  4. Räume bei vollständig geöffneten Fenstern für kurze Zeit lüften. Nicht über einen längeren Zeitraum bei gekippten Fenstern lüften - es geht viel Wärme verloren, während vergleichsweise wenig Luft zirkuliert, wenn das Fenster nur oben geöffnet ist. 
  5. Fensterfugen abdichten (bei Mietwohnungen mit dem Vermieter besprechen) und eine Isolierfolie zum Abdecken der Fenster verwenden (leider nicht plastikfrei, aber die Kosten sind minimal).
  6. Stopf die Spalten unter den Türen, die in kältere Bereiche führen, mit einem Zugluftstopper und dichte die Spalten um die restliche Tür mit einem Schaumstoffstreifen ab.
  7. Wenn man zusätzliche Teppiche hat, die nicht benutzt werden oder die sich in ungenutzten Räumen befinden, sollte man so viele Teppiche wie möglich in die Räume legen, die man am meisten benutzt und die man am wärmsten halten möchte.

 

Energiekosten reduzieren

 

Warmwasser

  1. Versuche, kürzer zu duschen - ein Timer kann helfen, die Zeit im Auge zu behalten. 
  2. Schalte das Wasser in der Dusche ab, wenn es möglich ist, z. B. wenn man Seife benutzt, Haarprodukte aufträgt oder sich rasiert. 
  3. Dusche kälter als sonst - jedes bisschen hilft!
  4. Keine Bäder nehmen - ein Vollbad verbraucht etwa 140 Liter Wasser, was bei Verwendung eines wassersparenden Duschkopfes für 5 Mal Duschen reichen könnte.
  5. Verwende zum Waschen von Händen und Gesicht nur kaltes Wasser.
  6. Dreh den Wasserhahn zu, wenn man das Wasser nicht aktiv benutzt, z. B. beim Zähneputzen oder Einseifen der Hände.
  7. Wäsche in der Waschmaschine bei niedrigerer Temperatur waschen.
  8. Mit den Nachbarn oder sogar mit dem Vermieter sprechen - vielleicht gibt es etwas, das man gemeinsam tun kann, um Kosten zu sparen, z. B. die Heizung im Haus nachts abzustellen. 


Sicher, jeder ist nervös wegen der hohen Energiekosten im kommenden Winter, aber diese praktischen Änderungen können helfen, die Belastung zu verringern. Auch wenn es das Ziel ist, Geld zu sparen, ist es wichtig, dass sich jeder in seinem Zuhause wohlfühlt und seine Gesundheit nicht aus Kostengründen gefährdet. Bei diesen Tipps handelt es sich um kleine Änderungen, die den Komfort nicht beeinträchtigen und gleichzeitig zu Einsparungen bei Verbrauch und Kosten führen. 

 

Im Winter mit einem Kamin warm halten

 

Auf der finanziellen Seite lohnt es sich, etwas Geld beiseite zu legen, für den Fall, dass die Heizkosten höher ausfallen als erwartet. Wenn dieses Geld am Ende nicht benötigt wird, weil man mit den oben genannten Tipps so viel Geld gespart hat, dann ist das großartig! Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Heizkosten für eine alleinlebende Person im Vergleich zu 2021 um etwa 500 Euro und für eine vierköpfige Familie um etwa 900 Euro höher ausfallen könnten. Dies ist nur eine Schätzung - die Kosten könnten am Ende sogar noch höher ausfallen. Man sollte mit Kosten von 1000 Euro oder mehr im Vergleich zu 2021 rechnen. Es wäre ratsam, so viel zu sparen, wie man wöchentlich oder monatlich verkraften kann. Wenn möglich, ist ein Betrag von 50 Euro pro Monat ein guter Anfang, und wenn möglich, kann man noch mehr sparen. Eine andere Methode ist die Erhöhung der monatlichen Nebenkostenvorauszahlungen, die zusammen mit der Miete gezahlt werden, wenn die Nebenkosten vom Vermieter übernommen werden. Sprich mit dem Vermieter darüber, was realistisch wäre.


Bei Unsicherheiten, ob die höheren Nebenkosten bezahlt werden können, ist gute Kommunikation und Offenheit wichtig. Nimm so bald wie möglich Kontakt mit dem Vermieter auf, um herauszufinden, ob er bereit wäre, die Nebenkosten in Raten zu zahlen, falls es dazu kommen sollte. Recherchiere, welche staatlichen Unterstützungsprogramme es gibt. Wer gut auf eine Zeit hoher Nebenkosten vorbereitet ist, kann spätere Überraschungen vermeiden.

 

 


 

 

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